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| Die sogenannten "Salinen" in Bad Rothenfelde laden zu herrlichen Spaziergängen ein. |
Seit mehr als 200 Jahren ist Bad Rothenfelde mit seinen 7000 Einwohnern weit über die Region als Sole-Kurort bekannt. Wahrzeichen des Städtchens sind die Gradierwerke, die so genannten "Salinen". In Bad Rothenfelde finden Sie alle Angebote,
die Sie von einem renommierten Kurort erwarten dürfen - von der behindertenfreundlichen Einkaufspassage über ein buntes Programm
mit Festen und Konzerten bis hin zu vielfältigen Kurangeboten. Eine Mischung aus der Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts prägt das Ortsbild. Das Kurmittelhaus stammt aus dem Jahr 1909.
Zusammen mit den beiden Gradierwerken bildet es das Zentrum des Heilbades. Weitläufige Parkanlagen mit altem Baumbestand laden
zu Spaziergängen ein.
Das Salz in der Suppe...
"Das heute so preiswerte und in Massen vorhandene Salz war einst äußerst kostbar. Wer keines besaß, musste es teuer aus anderen
Gebieten importieren. Der geschäftstüchtige Fürstbischof Ernst-August von Hannover residierte auch zeitweilig in Osnabrück
und wusste, dass es in dieser Gegend Salzbäche gibt. Wo Bäche sind, da muss unterirdisch mehr sein, dachte er sich ganz richtig.
Da man aus Quellsole diese teure Handelsware gewinnen kann, lag es nahe, die Suche nach ergiebigen Brunnen fachmännisch anzugehen.
Damit wurde der Spezialist Johann-Christian Märcker beauftragt. Als Anno Domini 1724 die erste ergiebige Solequelle entdeckt wurde, gab es nur Felder und einige Höfe in den Gemarkungen Erpen
und Aschendorf. Das sollte sich bald ändern. Das Geschäft mit dem "Weißen Gold", dem Salz, florierte bestens. Der Salinenbetrieb
bot Arbeitsplätze, und die Salzsieder, Verwalter, Fuhrleute bauten sich hier ihre Häuser. Zunächst war die Salzproduktion
auf das Areal des heutigen Konzertgartens konzentriert. Nach dem Bau des Alten Gradierwerkes wurde auch das Siedehaus zu klein.
Das neue Betriebsgelände mit großen Siedehäusern wurde auf dem Platz errichtet, wo nun die Klinik im Kurpark ihren Standort
hat. Die Blütezeit des Salinenbetriebes war sicherlich Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts und wurde langsam und stetig von
einem anderen Wirtschaftszweig abgelöst. 1826 entdeckte man die Heilkraft der Sole zur Linderung unterschiedlichster Erkrankungen, insbesondere der Skoliose - einer
weit verbreiteten Kinderkrankheit. Parallel zum Siedebetrieb entwickelte sich das Kurwesen. Rothenfelde wurde zum Anziehungspunkt
für Erholungssuchende. So manches Privathaus richtete "Fremdenzimmer" ein und vermietete an "Logiergäste". Jahr für Jahr waren
die Reisemöglichkeiten leichter, ein Bahnanschluss verband den Ort mit den großen Städten. Von der Bahnstation brachten zunächst
Pferdefuhrwerke und später Automobile die Gäste zu den Pensionen und Hotels. Um die Jahrhundertwende war der Bau eines großen Kurmittelhauses geplant und wurde 1906 beendet. Zwischen den beiden Weltkriegen
sowie bis in die 70-er hatte sich Bad Rothenfelde einen Namen als Kinderkurort gemacht. Heute ist Bad Rothenfelde ein moderner
Kur- und Erholungsort mit unterschiedlichsten Übernachtungs- und Freizeitangeboten sowie ein bekannter Standort für 9 Fachkliniken. Wer nochmals auf den Spuren der Vergangenheit gehen möchte, der kann mit dem Begleitheft "Historischer Ortsführer" einen Rundgang
durch den Ort unternehmen und dabei Geschichten über Häuser und Plätze nachlesen. Auch im Heimatmuseum an der Wellengartenstraße
wird die alte Zeit der Salzsieder wieder lebendig, wenn dienstags und donnerstags die Sole in der Siedepfanne zum Kochen gebracht
wird."
Aus: www.bad-rothenfelde.de
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